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Aktuelles aus dem TuSpo:
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Rah(!)den Moved

 Prävention:         MOVE

 

   MOtivierende KurzinterVEntion bei konsumierenden Jugendlichen

 
Aktuelle Zahlen belegen, dass Erfahrungen mit Alkohol und illegalen Drogen, wie Ecstasy (ETC) und Cannabis bei einem großen Teil der Jugendlichen zum Alltag gehören. Während der Konsum für viele Jugendliche ein vorübergehendes Experiment bleibt, sprechen wir bei einer Reihe von Jugendlichen von riskantem oder problematischem Konsum, d. h. verschiedene Kriterien sprechen dafür, dass eine Gefährdung besteht, abhängig zu werden.

 

Angebote von Beratung für die Gruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen gibt es bisher wenige, man kann regelrecht von einer Versorgungslücke sprechen. Von sich aus suchen sie keine Beratung auf und Erwachsene werden von ihnen selten als vertrauenswürdige Gesprächspartner gesehen, stattdessen sind es vor allem Freunde (vertraute Trainer/Übungsleiter) und ältere Jugendliche mit Konsumerfahrung.

 

                     Was konsumieren Jugendliche?

 

Legale und Illegale Drogen:

 Alkohol * Nikotin * Coffein * Medikamente * Amphetamine * Schmerzmittel  * Cannabis * Speed * Schnüffelstoffe * Aufputschmittel * Naturdrogen
 

 
nicht stoffgebunden Suchmittel:

        Spielsucht (Computerspiele) * Arbeitssucht * Eß- und Brechsucht * Magersucht


Wie gehen Sie als Kontaktperson mit dieser Situation um?
Was ist zu tun, wenn Sie z. B. beobachten…, dass in Einrichtungen heimlich konsumiert wird?


MOVE  stellt die Frage, wie motiviert der betroffene Jugendliche ist, sich mit seinem Konsumverhalten und dessen Risiko auseinander zu setzen. Um auf die Situation des Jugendlichen einzugehen, ist eine emphatische, respektvolle und sachliche Gesprächshaltung wesentliche Voraussetzung.

 

MOVE  gibt kurze Denkanstöße und geht offen mit Ambivalenzen um.

 

MOVE will die Motivation zur Veränderung stärken, gemeinsam mit Jugendlichen Ziele formulieren und ggf. konkrete Schritte vereinbaren.

 

MOVE will dazu beitragen, die Kommunikation über Konsumverhalten zwischen Kontaktpersonen und Jugendlichen zu verbessern und eine professionelle Gesprächshaltung zu stärken.

 

MOVE sieht Veränderung als einen Prozess.

 

MOVE richtet sich an Vereinstrainer, Mitarbeiter aus Schul- und Sozialeinrichtungen und ehrenamtliche Personen die mit Jugendlichen täglich arbeiten. Sie sind die Personen, welche negative Veränderungen von jungen Menschen am schnellsten wahrnehmen.

 

MOVE vermittelt eine Gesprächsform, die ein Brücke zwischen Erwachsenen und Jugendlichen aufbauen soll. Ihr Ziel ist es, Jugendliche zu einer Veränderungs-bereitschaft zu motivieren, wenn ein risikobereiter Umgang mit Suchtmitteln besteht. Primär geht es bei MOVE um das Thema Sucht, jedoch ist die Gesprächsform auch für andere Situationen in schwierigen Phasen des Erwachsen werden geeignet.

 

Anhand konkreter Gesprächssituationen werden die Interventionen und Strategien vorgestellt und in Form von Rollenspielen eingeübt. Theoretische Grundlagen und Hintergrundwissen (rechtliche Aspekte, Suchtentwicklung) werden in Form von Referaten und durch Begleitmaterial vermittelt.

 

Eine erste Präventionsmaßnahme Rahden Moved wurde durch den Präventionsrat Rahden e. V. organisiert. Dieses Projekt konnte dank der Sponsoren kostenlos in einem       Anwenderseminar in der  Hauptschule Rahden  vom   19. Nov.    21. Nov.  2010 im Rahmen des Präventionstages „JuKi“ durchgeführt werden.

 

Vorgestellt wurde   Rahden Moved   von den Dozenten:

 

 

Mathias Speich  

 > Fachstelle Suchtvorbeugung Kreis Minden-Lübbecke

E-Mail:  m.speich@minden-luebbecke.de

 

Vanessa Hermeling

 > Jugendpflege der Stadt Rahden
 

Mit dem erlernten Modell durch MOVE kann man anders an das Problem heran treten und ist nicht hilflos. Denn viele Erwachsene sind da sehr überfordert, durch MOVE wird eine neue Möglichkeit dem Erwachsenen an die Hand gegeben.

 

Er darf genau Hinsehen und Hilfe anbieten und nicht vorbei gehen und denken

„Das geht mich nichts an!“


MOVE
bietet einem die Möglichkeit nach dem Grund, die Ursache zu suchen, zu forschen, zu erfragen, um den Jugendlichen auf einen neuen Weg zu bringen oder neue Wege aufzuzeigen, dass das Leben doch noch einen Wert hat und bekommt.

 

Die Gruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen haben NUR eine geringe Bereitschaft zur Veränderung. Daher ist dieses Konzept sehr geeignet ein Gesprächsangebot zu bieten, um den Jugendlichen zu ermutigen sich mit dem Konsumverhalten auseinanderzusetzen.